Pfälzerwald-Verein Gimmeldingen e.V.

„Wir können auch bei Regen“

PWV Gimmeldingen und die Ortsführung Teil 2

Die zweite Gästeführung von Rüdiger Füssl stand leider unter keinem guten Stern. Pünktlich zum Beginn seiner Führung fing es an zu regen, teilweise sogar zu schütten. Dabei ging es thematisch dieses Mal um den Wein und die Weinlagen, ein Thema, das viel Sonne benötigt.

Die Interessenten dieser Führung unter der Schirmherrschaft des PWV Gimmeldingen war aber solche Unbill gewohnt und ließ sich nicht davon abschrecken. Am Friedhof vorbei ging es zuerst zu einem Gedenkstein für die durchgeführte Flurbereinigung 1980 und Füssl erzählte von der Bedeutung dieser Maßnahme für die Winzer und den Ort. Das Ziel genügend große zusammenhängende Wingert zu „erzeugen“ gelang und so können die Gimmeldinger Winzer jetzt kostengünstig ihre Trauben ernten. Sie erreichen jetzt wirtschaftlich große Mengen von einem Boden/Traubensorte und dies führte natürlich zum Thema „Terroir“. An Hand einer „Abrißkante“/Kalkaufbruch im Gelände konnte der Gästeführer die Beschaffenheit des Bodens zeigen und seine Bedeutung für den Geschmack erklären.

Nachdem es dann doch zu stark regnete wurde ab hier die Führung etwas abgekürzt und man begab sich zu „Pauls Plätzl“. Dies ist ein kleines Gelände am Rand von Gimmeldingen auf dem unterschiedlichste Wein- und Obstsorten gemeinsam gepflantzt wurden und es dem Besucher erlauben ohne große Wege gehen zu müssen viele Sorten vergleichen zu können. Ergänzt um eine Sitzgruppe lädt der Platz gerade zu solchen Geschmacksexperimenten ein (und ist von seinem Besitzer auch so gewollt). Das Areal wird ehrenamtlich gepflegt.

Auf dem Weg zum Weingut Thomas Steigelmann, welches wieder den flüssigen Schlußpunkt der Führung setzte, zeigte Rüdiger Füssl den Teilnehmern die konservierten Reste eines Riesen-Mandelbaumes, welcher durch seinen „gedrehten Wuchs“ besonders imposant wirkte.

Die nächste Stadtführung wird Ende 2017 in Lambrecht stattfinden, bei der befreundeten PWV Ortsgruppe. Lambrecht führt nicht nur jedes Jahr einen Geißbock an die Weinstraße (Deidesheim), sondern hatte früher, genauso wie Gimmeldingen, viele Mühlen. Nur benötigte man dort die Wasserkraft weniger zum mahlen, als zur Tuchproduktion.

Bericht u. Bilder: Ewald Metzger

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