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 Besuch der „Streisselhochzeit in Seebach“ am 17. Juli 2011 im Alsace

 War das Fest von Freitag bis Samstag mit gutem Wetter bedacht, so musste am Sonntag beim Hochzeits-Defilee der Regenschirm aufgespannt werden.

 Der Hochzeitszug in Tracht, das ist ein toller Anblick im mit Blumen reichlich aufgeputzten Seebach. Der Regen wollte nicht enden. Ein Zeichen am Himmel versprach Wetterbesserung. Der Storch zog seine Runde über Seebach, über dem Festplatz bei der „Mairie“, dem Rathaus. Einmalig sind die zahlreichen Höfe in denen Handwerkskunst geboten wird. Die Akteure üben ihr Handwerk aus und geben freundlich Auskunft auf Fragen der Besucher. „Meilleur ouvrier de la France“: „Bester Arbeiter seines Standes“war auf einer Urkunde zu lesen, die der Mann der „ Marqueterie“ betrieb, an seinem Stand vorzeigte. Feinste Einlegearbeiten in Holz und jedes Stück waren eine Augenweide. Diesem Angebot an alten Handwerksberufen konnte das Wetter nichts anhaben.

Schöne, bestens gepflegte und geschmückte Pferde zogen die Wagen, Kutschen und trugen die Reiter. Aber, und das war neu, ein Ochsengespann war erstmals mit dabei. Nochmals wurden schöne Hochzeitstrachten aus verschiedenen Epochen und Regionen gezeigt und beim Vorbeimarsch besprochen, zweisprachig. Die Akteure hielten inne, wenn sie einen Fotografen bemerkten, der sich bemühte eine schöne Aufnahme zu erhaschen. Da war „Uwe Rinka“ in seinem Element! Einen internationalen Beitrag boten eine Tanzgruppe aus Brasilien und eine Folkloregruppe aus Polen, die am Umzug teilnahmen. Der Regen am Sonntag verhinderte eine Tanzdarbietung der beiden Gruppen auf der Bühne.

Mehr als tausend Helfer tragen zum Gelingen dieses einmalig schönen Festes bei. Zwei Damen von der Tourist GmbH Neustadt waren mit uns (sie sind bei der Organisation des Winzerfestzug in Neustadt mit beteiligt). Auf meine Frage an die Beiden: „Was könnte man von dem Gebotenen in Seebach mit nach Neustadt nehmen?“ „Alles!“, antwortete man mir spontan.

Das nächste Fest findet vom 20-22 Juli 2012 statt.

Mein Resümee: Man muss den Organisatoren für ihre Arbeit dankbar sein. 

Bericht: Walter Gutfrucht


 Unser herzlichster Dank geht an den Wanderführer Walter Gutfrucht, für die Ausrichtung und Durchführung dieses herrlichen Tages.