Pfälzerwald-Verein Gimmeldingen e.V.

Wanderwochenende im Leininger Land

Mit den „Öffentlichen“ ging es am Freitagnachmittag nach Leistadt, den Ausgangspunkt von unserem 3-tägigen Wanderwochenende im Leininger Land. Ziel des ersten Tages war die Jugendherberge in der Burg Altleiningen. Bei tropischen Temperaturen wanderten wir ca. 11km und 450 Höhenmeter – vorbei am Ungeheuersee – zu unserem Ziel.

Die Wanderzeit von über 3 Stunden sagt alles über die klimatischen Bedingungen aus. Profitiert haben wir zusätzlich noch von einem „Lastentaxi“ namens Dieter, der unser schweres Gepäck für die 3 Tage transportierte.

Angekommen auf der Burg, die im 12 Jahrhundert vom Leininger Grafen Emrich der Erste erbaut wurde und bis ins Jahr 1933 in Besitz des Grafengeschlechts verblieb, hatten wir uns die erfrischende Dusche und das anschließende Kaltgetränk auf der Terrasse der Burgschänke redlich verdient. Es wurde ein vergnüglicher Abend inklusive einer mystischen Mondfinsternis. In den Gewölben des Burgkellers befindet sich übrigens das größte Vorkommen freilebender Fledermäuse in Deutschland.

Früh am Samstagmorgen machten wir uns auf zum Eiswoog. Hier war das Gasthaus Forelle unser Ziel für die Mittagsrast. Wir erreichten es gegen 12.30 nach einer ca.12km langen Wanderung mit einem Zwischenstopp im Naturfreundehaus Rahnenhof.

Der zu einem Woog aufgestaute Fluss Eisbach – ein Nebenfluss des Rheins – wurde ursprünglich im 12. Jahrhundert von den Nonnen des Klosters Ramsen als Teich für Fischzucht genutzt. 1812 erwarb der Eisenhütten-Besitzer Ludwig Gienanth das gesamte Areal und baute 1876 auf dem Damm ein Jagdhaus. Auf dessen Grundmauern wurde das heutige Hotel/Restaurant gebaut. Hier ließen wir es uns also für ca. 1 ½ Stunden gutgehen. Erwähnenswert ist noch das Eistalviadukt. Die längste Eisenbahnbrücke der Pfalz führte von 1932 bis 1988 die eingleisige Eistalbahn über den Eisbach.

Nach dem gefühlten 7.ten Gruppenfoto von „Uns Uwe“ – es sollten noch welche folgen - konnten wir uns auf den ebenfalls ca. 12km langen Rückweg machen. Nur unterbrochen von einem „Schorleabstecher“ im Rahnenhof erreichten wir gegen 17.00 unsere Burg. Vielleicht hatten wir Rückenwind oder aber einige lockte die Aussicht auf eine Abkühlung im Schwimmbad im Burggraben. Jedenfalls wurde der Traum des Bades für diejenigen war, die ins kühle Nass springen wollten.

Am Sonntag schließlich – nach einem erneut herrlichen Abend auf der Terrasse – wanderten wir auf unserer letzten Etappe ca. 12km zu unserer Abschlusseinkehr in die Secco-Hütte vom Weingut Holzweißbrot in Weisenheim am Berg. Während auf der anderen Straßenseite die High-Society promenierte, nahmen wir bodenständig und zünftig ein Schorlevesper zu uns. Wir durften geliehene Ferrari und Porsche bewundern, während deren Fahrer mal echte Wanderer zu Gesicht bekamen. Eine Win-Win Situation.

Abschließend ging es per Bus und Bahn zurück nach Neustadt und wir nahmen die bereitstehenden Koffer unseres Lastentaxis wieder entgegen. Ein sehr schönes Wanderwochenende war beendet.

Die Organisatoren Ute Weis und Thorsten Kaltenpoth bedanken sich bei allen Teilnehmern und Helfern.

Bericht: Ute Weis; Thorsten Kaltenpoth
Wanderführung/Organisation: Ute Weis; Thorsten Kaltenpoth
Bilder: Uwe Rinka

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