Pfälzerwald-Verein Gimmeldingen e.V.

Klosterstädtchen Schönau

Überschaubar in Neustadt am Bahnhof war die Schar der Wanderfreunde, die sich mit der Bahn zur Planwanderung in Bewegung setzte. Erste Station war der Heidelberger Hauptbahnhof, den wir mit einer obligaten Verspätung der S-Bahn erreichten. Der Übergang zum Bus nach Ziegelhausen konnte dennoch ohne Probleme erreicht werden. Bei der Rückfahrt würde eine Überraschung kommen. Doch dazu später. Zunächst ging es etwas bergan bis zum geplanten Rast am Prinzensitz im Schönauer Wald. Am Stadtrand in Schönau ging es dann mit stärkeren Gefälle in das Klosterstädtchen.

Die dokumentierte Geschichte Schönaus beginnt mit der Gründung des Zisterzienser Klosters im Jahre 1142. In der Reformationszeit wurde die Kurpfalz protestantisch und das Kloster wurde 1558 durch Kurfürst einem weltlichen Pfleger unterstellt und die Mönche vertrieben. 1562 wurden 35 Flüchtlingsfamilien aus Wallonien auf dem Klostergelände angesiedelt, die Klosteranlagen zu Wohnzwecken umbauten. Reste der Klosteranlage sind - oft nur in Grundmauern - erhalten. Lediglich die Hühnerfautei - heute Heimatmuseum und das Refektorium - heute evangelische Stadtkirche stehen noch.

Nach dem Mittagessen beschlossen wir, den geplanten Bus Richtung Neckarsteinach zu nehmen und auf den Kerwebesuch zu verzichten. Hätten wir uns nur dafür entschieden. Wir waren pünktlich an der Bushaltestelle. Minuten vergingen aber kein Bus in Sicht. Mithilfe des Smartphones erfuhren wir von einer 20-minütigen Verspätung. Die Zeit war um, immer noch kein Bus in Sicht. Der erneute Blick auf das Gerät. die Verspätung erhöhte sich ständig, ehe der Bus ganz vom Display verschwand. Mehrere Busse fuhren mit der Zielanzeige "Leerfahrt", ohne uns mitzunehmen, an uns vorbei.

Nach nun zweistündiger Wartezeit, kam endlich die Rettung. Es war der im Fahrplan vorgesehene Linienbus. Vom Fahrer erfuhren wir die "Lösung des Rätsels", dass der Vorgängerbus in einen Unfall verwickelt war und deshalb ausgefallen war.

Ab jetzt gab es zum Glück keine weiteren Überraschungen nach dem Motto "Fahr mit Bus und Bahn" und du kannst etwas erleben!

Bericht und Fotos: Egon Mackert

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