Pfälzerwald-Verein Gimmeldingen e.V.

Auf dem Pfälzer Waldpfad durch den hochsommerlichen Wasgau

Bei angenehmen Temperaturen und wolkenlosem Himmel trafen sich 19 fröhliche Wanderer am Bahnhof Neustadt um mit dem Zug in die ehemalige Schuhmetropole Hauenstein zu fahren.

Von ehemals 36 Schuhfabriken ist noch eine geblieben. Quer durch die Stadt ging es vorbei am deutschen Schuhmuseum. Hier sind u.a. die größten Lederschuhe der Welt ausgestellt. Nach dem Einstieg in den Hauensteiner Schusterpfad ging es zunächst stetig bergauf bis zur ersten Rast am Kreuzfelsen.

Vorbei an schönen Gesteinsformationen und immer wieder herrlichen Weitblicken in den Pfälzerwald, war unsere zweite Getränkepause am Hühnerstein. Auf diesem Felsen hat man einen der schönsten Rundblicke der Pfalz. Allerdings muss man dafür eine 20 Meter lange Leiter steil bergauf klettern. 4 Unerschrockene trauten sich. Darunter unser Neumitglied Maximilian und unser zweiter Wanderwart Karlheinz, der – einst aktiv bei der Feuerwehr – die Leiter in gefühlten 3,5 Sekunden raufkletterte. Respekt!

Nach diesem Abenteuer ging es zur Mittagsrast auf die Sonnenterrasse des Wanderheims Dicke Eiche. Frisch gestärkt mit den üblichen „Pfälzer-Spezialitäten“ ging es zum Namensgeber der PWV-Hütte der Ortsgruppe Hauenstein. Die „dicke Eiche“ liegt heute leider als Skelett auf der Seite. Einst das Wahrzeichen der gesamten Region, diente der über 300 Jahre alte Baum für Generationen als Ziel für Feierlichkeiten und Demonstrationen. Leider setzten unbekannte mit der Motorsäge dieser Tradition ein Ende. Von diesem Terrorakt - begangen im Jahre 1994 – konnte sich der Baum nicht mehr erholen.

Von dort ging es steil abwärts auf Serpentinenpfaden zum nächsten Naturerlebnis. Die Quelle der Queich lud ein zum Verweilen. Hier gibt es ein Becken – natürlich gespeist von der Queich – das nach Sebastian Kneipp, dem bekannten Hydrotherapeuten, zum Wassertreten einlädt. Ute und Uwe erfrischten sich so beim Storchengang.

Weiter ging es entlang saftiger Wiesen bis zur letzten Einkehr, der Paddelweiherhütte. Einige von uns hatten Lust auf eine Bootstour, wurden jedoch von unserem Zeitplan ausgebremst, denn der Rückzug wartete nicht. Dass er stattdessen komplett ausfiel, erfuhren wir leider erst am Bahnsteig. Die 20-minütige Extrarast verbrachten wir beim Verzehr der letzten Reste, die eifrig aus den Rucksäcken gekramt wurden.

Letztlich hatten wir einen schönen, abwechslungsreichen Wandertag in einer sehr harmonischen Gruppe.

Wanderführer und Bericht: Ute Weis, Thorsten Kaltenpoth
Bilder: Uwe Rinka

Zu den Bildern [bitte hier klicken]

Copyright © 2017 Pfälzerwald-Verein Gimmeldingen e.V.. Alle Rechte vorbehalten.
Joomla! ist freie, unter der GNU/GPL-Lizenz veröffentlichte Software.